Vor gut einem Jahr realisierten die Hüttenbesitzer*innen der Alpen Gampisch, Sike oder Niwe die Ausmasse des vom VBS geplanten 30-Millionen-Projektes auf der Spittelmatten. Nebst einem 50 Meter langen Betriebsgebäude sollte eine 8 Meter breite Panzerpiste erstellt werden. Bei der vorhergegangenen Planung wurden die Direktbetroffenen praktisch ausgeschlossen. Die Hüttenbesitzer*innen begannen also, sich zu formieren und Widerstand zu leisten. Die SPO bekam Wind davon und entschied sich sofort, die Einsprechenden dabei zu unterstützen – allen voran die SPO-Vizepräsidentin Claudia Alpiger. Auch unser Nationalrat und designierter Staatsratskandidat Mathias Reynard setzte sich auf nationaler Ebene für die Anliegen der Hüttenbesitzer*innen ein und deponierte einen entsprechenden Vorstoss.

Gemeinsam mit den Hüttenbesitzer*innen und den Umweltverbänden engagierte sich die SPO sodann bei der Unterschriftensammlung gegen das völlig überrissen dimensionierte und schlecht aufgegleiste Projekt. Schliesslich kamen nahezu 10 000 Unterschriften gegen das Projekt zusammen.

Nun will das VBS den Ausbau des Schiessplatzes samt Panzerpiste nochmals überdenken. Gut! Das VBS verspricht, die Projektgegner*innen dieses Mal frühzeitig mit an den Tisch zu holen. Sehr gut! Die SPO begrüsst es, dass man nochmals von vorn beginnen will. Wir sind erfreut, dass nun mögliche Optimierungsmöglichkeiten unter Einbezug der privaten Einsprechenden, der Verbände und der Behörden geprüft werden sollen. Dies ist der einzig richtige Weg bei einem solch grossen und umstrittenen Projekt!

Grundsätzlich sollten wir uns in diesem Rahmen aber fragen, ob der Bau eines Schiessplatzes in der heutigen Zeit noch Sinn macht. Was nützt es, das Schiessen auf lange Distanzen üben zu können, wenn die Bedrohungen in der heutigen Zeit eher epidemiologischer Art (Stichwort Corona-Pandemie) oder digital (Stichwort Cyberangriff) sind? Wir hoffen, dass beim zweiten Anlauf auch solche Fragen diskutiert werden.

Dieser Teilerfolg ist übrigens wieder einmal ein schönes Beispiel, das aufzeigt, dass sich steter Widerstand – auch von den «Kleinen» in unserer Gesellschaft – lohnt.

 

 

19. Jun 2020