Die C-Parteien sind bei den Nationalratswahlen auf rund 35 Prozent geschrumpft. Trotz dieses Absturzes beansprucht die ehemalige Mehrheitspartei beide Ständeratssitze für sich. Viele Walliserinnen und Walliser schütteln den Kopf.

Mathias Reynard machte von allen Kandidatinnen und Kandidaten bei den Nationalratswahlen am meisten Stimmen. Er hat in den letzten acht Jahren in Bern gute Arbeit geleistet. Dort hat er sich auch um Oberwalliser Anliegen gekümmert. So zum Beispiel im Quecksilber-Dossier, indem er mittels Motion Druck machte, dass eine für die betroffenen Eigentümer*innen gute Lösung gefunden wird. Dieselbe Motion wurde im Ständerat von Beat Rieder platziert. Die Zusammenarbeit zeigt: Wenn Anliegen in zwei verschiedenen Fraktionen behandelt werden, hat das im Bundesparlament mehr Gewicht. Mathias Reynard setzte sich auch für mehr Sicherheit am Simplon, für den Lötschberg-Vollausbau und für die Erdverlegung der Swissgrid-Leitungen ein.

Brigitte Wolf erzielte letzten Sonntag ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis. Auch sie wurde ausserhalb der eigenen Reihen massiv unterstützt. Im Mittelwallis lag die Präsidentin der Oberwalliser Grünen hinter dem SP-Kandidat auf Platz zwei, und damit vor dem Duo der C-Parteien.

Der Kanton Freiburg wird im Ständerat von Politikern der CVP und der SP vertreten. Diese setzen sich in zwei Fraktionen für die Interessen ihres Kantons ein. Und das mit grossem Erfolg: Freiburg entwickelt sich weit besser als der von den C-Parteien verwaltete Kanton Wallis.

Am 3. November kann das Monopol der C-Parteien für die Vertretung des Wallis im Ständerat ein Ende haben. Alle, die ein offenes, solidarisches und ökologisches Wallis wollen, wissen, wie sie stimmen werden. Dafür danken wir im Voraus.

 

30. Okt 2019