Neben den steigenden monatlichen Krankenkassenprämien müssen die Versicherten eine Franchise bezahlen. Im Minimum müssen diese heute die ersten 300 Franken an Medikamenten- oder Behandlungskosten aus der eigenen Tasche zahlen. Gerade Budgets von kleinen und mittleren Einkommen geraten immer mehr unter Druck – auch weil die Bürgerlichen im Kanton die Subventionen in den letzten Jahren immer weiter herunter fuhren.

Just in dieser Zeit diskutiert der Nationalrat in Bern, wie die Versicherten noch mehr geschröpft werden können. Es steht eine sofortige Erhöhung der Mindestfranchise von 300 auf 500 Franken zur Diskussion. Zudem will die bürgerliche Ratsmehrheit in Bern, dass die Versicherten Knebelverträge abschliessen müssen, wonach die Höhe der Franchise nicht mehr jedes Jahr frei gewählt werden kann.  Leider wird diese unsoziale Politik auf dem Buckel der einfachen Leute von den bürgerlichen Vertretern aus dem Wallis im Nationalrat unterstützt. Alle C-Nationalräte inklusive Viola Amherd und Thomas Egger, aber auch Franz Ruppen sowie der FDP-Vertreter stimmen mit Ja im Angriff auf den Geldbeutel der Mittelverdienerinnen und Mittelverdiener. Einzig die SP mit Nationalrat Reynard hat sich der Ratsrechte entgegengesetzt. Die SP ist schweizweit daran, eine Initiative zu lancieren, welche die Menschen von der Prämienlast limitiert. Nicht mehr als 10 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens sollen an die Kassen gehen. Die SP Oberwallis wird die Initiative aktiv unterstützen. Dies ist Politik für alle statt für wenige.

SP Oberwallis

29. Nov 2018