Eine neue Studie hat es gezeigt: die Schweiz hat ein grosses Potenzial, um das Land ausreichend mit Strom zu versorgen, und das ohne Atomstrom. Nicht zuletzt auch der Sonnenkanton Wallis.

Wenn nämlich schweizweit 80 Prozent der Bauernhöfe, 30 Prozent der Gewerbegebäude und 50 Prozent der Mehrfamilienhäuser ihre Dächer mit Solarpanels bestücken, so kann man damit 130 Terawattstunden Strom produzieren. Das ist fünfmal mehr Strom als alle Schweizer AKWs zusammen liefern.

Strom wird in Zukunft dezentral gewonnen. Trotzdem will die SVP gegen die Energiestrategie 2050 das Referendum ergreifen, weil sie immer noch auf Atomstrom setzt.

Und nicht nur das. Einmal mehr setzt sie dabei auf eine Angstkampagne, indem sie nämlich behauptet, bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 würden einer vierköpfigen Familie im Jahr über 3000 Franken Mehrkosten anfallen, um gleichzeitig einzuräumen, dass der Grossteil davon nicht unmittelbar anfalle, sondern erst in einer zweiten oder dritten Phase.

Das ist eine in höchstem Masse verantwortungslose Politik. Aber das ist man von der SVP gewohnt. Sie will den Klimawandel immer noch nicht wahrhaben, obwohl auf der Riederalp ein Teil des Wandergebietes wegen des Rückgangs des Aletschgletschers zu rutschen beginnt. Selbst die drei grossen Stromproduzenten - Axpo, Alpiq und BKW -  haben mittlerweile gemerkt, dass Atomstrom keine Zukunft hat, und haben ihre Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKWs zurückgezogen. Es werden in der Schweiz keine AKWs mehr gebaut.

Am 27. November hat das Schweizer Volk die Möglichkeit, dieser verantwortungslosen Energiepolitik der SVP einen Riegel zu schieben, indem es JA sagt zu einem geordneten Ausstieg aus der Atomenergie.

SP Oberwallis

 

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18. Okt 2016