Der Vorstand der SP Oberwallis hat an seiner letzten Sitzung 2 x Ja zur Rentenreform 2020 beschlossen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung gerät die AHV ohne geeignete Massnahmen in den nächsten Jahren in Schieflage: Die Menschen werden in der Schweiz erfreulicherweise immer älter, und jetzt kommen die Baby-Boomer ins AHV-Alter.

Das unter der Bundeskuppel beratene Paket zur AHV und Pensionskasse ist ein Kompromiss. Die Herabsetzung des Umwandlungssatzes für die Neurentner wird durch eine Erhöhung der AHV-Rente kompensiert. Und da Frauen oftmals nur mit der AHV auskommen müssen ist die Rentenerhöhung gerade für diese von grosser Bedeutung. Die Erhöhung des AHV-Alters für Frauen ist die Kröte, die die Linke schlucken musste. Unter dem Strich ist aber die Reform auch für Frauen von Vorteil.
Weil Frauen oft nur die AHV haben im Alter, kommt ihnen die Erhöhung zugute. Und in der Pensionskasse bringt diese Reform eine bessere Absicherung der Teilzeitarbeit grad auch für Frauen.

Im Wallis beziehen 43‘000 Frauen und Männer eine AHV-Rente. Viele von ihnen haben keine Pensionskasse. Rund 4900 Menschen sind im Wallis auf Ergänzungsleistungen angewiesen, um finanziell einigermassen über die Runden zu kommen. Die Reform ist gerade für unseren Kanton und seine Bewohnerinnen und Bewohner von grosser Bedeutung. Denn die Reform sichert auf Jahre hinaus eine solide Finanzierung des wichtigsten Sozialwerks.

Die Gegner der Vorlage, die SVP und grosse Teile der FDP, wollen die AHV an die Wand fahren, damit der private Versicherungsbereich sich die Taschen noch besser füllen kann. Und sie wollen ein AHV-Alter für alle von 67 Jahren. Gibt es am 24. September eine Abfuhr, werden die Sozialabbauer das Ruder übernehmen. Das müssen wir verhindern. Deshalb sagen wir 2x JA zur Rentenreform!

23. Aug 2017