Die Auszonungen werden viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Parzellen hart treffen. Es gilt demnach, alle Möglichkeiten auszuloten, um harte Aus- bzw. Rückzonungen zu verhindern. Eine Möglichkeit besteht in der Umsetzung des nachstehend skizzierten Konzepts:

 

  • Alles Bauland (oder Teile des Baulands) einer Gemeinde kommen in einen Topf. Aufgrund der Parzellengrösse und Bonitierung hat der Eigentümer einen Anspruch X im Rahmen dieses Topfs.
  • Wer bauen will, bekommt eine Parzelle am richtigen Ort zugeteilt.
  • Wer seinen Boden, seinen Bodenanteil verkaufen will oder muss, kann dies jederzeit tun.
  • Gebaut wird verdichtet und etappenweise am raumplanerisch richtigen Ort.
  • Gebaut werden mit Vorteil Plus-Energie-Häuser mit möglichst wenig Bodenversiegelung.
  • Gemeinde und Private ersparen sich unnötig hohe Erschliessungskosten.
  • Es bricht in den nächsten 5 Jahren auch keine Panik mit Schnellschuss-Baugesuchen aus.

Der Anteil des Bodens aus dem oberwähnten Topf, der den vom Gesetz vorgesehenen Bedarf von Bauland für die nächsten 15 Jahre übersteigt, wird mit einem Bauverbot bzw. mit der Belegung durch eine Planungszone verstehen. Damit trägt man den Anforderungen des neuen Raumplanungsgesetzes Rechnung.

 

15. Jul 2016