Wer zu viel Geld hat, verpulvert es

SPO Stellungnahme zum Tourismusgesetz vom  27.09.2009

Keine Katze im Sack

In der Walliser Tourismus Politik gilt: Wer zu viel Geld hat, verpulvert es.

Beispiel 1: Die Homepage des Kantons Wallis ist unser Aushängeschild. Neutrale Tests zeigen: Das Wallis hat die schlechteste Homepage aller Schweizer Kantone.

Beispiel 2: Seit Jahren produziert das Unsesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn Papier und nochmals Papier. Alle konkreten Projekte verschwinden in den Schubladen. Darum verlassen jetzt drei Lötschentaler Gemeinden das Schiff.

Beispiel 3: Nach den Plänen des Kantons sollte das Aletschgebiet und das Goms Bestandteil der Region Gottardo werden. Jetzt ist die Aletsch-Region ausgestiegen. Und im Goms wollen die Hoteliers von Gottardo-West auch nichts wissen.

Ein teurer Flop folgt auf den anderen. Richtig los geht es erst nach einer allfälligen Annahme des neuen Tourismusgesetzes. Denn das neue Tourismusgesetz entmachtet die Urversammlungen. Neu würden allein die Gemeinderäte über die Höhe der Steuern entscheiden. Um noch mehr Dummheiten finanzieren.

Der unverbindliche Zahlensalat aus Siders belegt nur eines: Im Oberwallis wird es für fast alle teurer. Selbst für die grosse Mehrheit der Hoteliers. Darum braucht es am 29. November ein Nein an der Urne und dann ein dringliches Dekret mit wenigen konkreten Punkten:

Der Kanton soll den Destinationen und touristischen Unternehmen gratis effiziente und individualisierbar Instrumente zur Verfügung stellen: Homepages, Buchungssysteme, Broschüren usw. Und Imagewerbung machen.

Die Verkehrsvereine, finanziert und geführt durch die Akteure im Tourismusgeschäft, sind zuständig und verantwortlich für das touristische Angebot sowie die Positionierung und Vermarktung ihrer Region.

Die Gemeinden sollen nur in konkrete Projekte investieren, die den Bürgern vorzulegen sind. Und Instrumente bekommen, mit denen sie den überbordenden Zweitwohnungsbau besser steuern können.

Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)

Für Rückfragen: Beat Jost, Co-Präsident SPO, 079 658 01 69