Staatsrat muss aus dem Dauerschlaf erwachen
SPO Stellungnahme vom 8. Juli 2010
Staatsrat muss aus dem Dauerschlaf erwachen
Im Verwaltungsrat der BLS sitzen zwei Walliser: Staatsrat Jean-Michel Cina und Alt-Ständerat Rolf Escher. Haben Sie der Erhöhung der Verlade-Tarife zugestimmt? Wir wissen es nicht. Haben Sie das Wallis über die wahren Hintergründe dieser Preiserhöhungen informiert? Leider nein.
Die Fakten: Die BLS haben ein grosses Loch in der Pensionskasse. Dieses müssten die Hauptaktionäre stopfen. Das heisst der Kanton Bern und der Bund. Stattdessen hat die BLS die bereits einmal abgeschriebenen Anlagen des Autoverlades wieder aktiviert. Und das Wallis - seine Einwohner und Kunden - sollen jetzt anstelle der Verantwortlichen die Pensionskasse sanieren. Indem die Anlagen ein weiteres Mal abgeschrieben werden.
Trotzdem weigert sich Staatsrat Cina bisher die Übernahme des hochrentablen Autoverlades durch eine eigene Walliser Gesellschaft prüfen zu lassen. Dabei wäre eine kleine, feine Studie - etwa durch ein einschlägig sachkundiges Unternehmen wie Ecoplan - Wasser auf die Mühlen vernünftiger Autoverladepreise.
Notabene: Die Studie der Alpen-Initiative geht für den zeitlich befristeten Autoverlad am Gotthard von einer Kapazität von 7.4 Millionen Fahrzeugen pro Jahr aus. Verladen sollen 4 Millionen Autos werden. Dafür müssen aber zuerst rund 360 Millionen Franken in die Verladeanlagen und das Rollmaterial investiert werden. Am Lötschberg werden mit einer Auslastung von 42 Prozent auf bereits einmal abgeschriebenen Anlagen vergleichbare Resultate erreicht.
Als einzige Partei hat die SP Oberwallis bisher konkrete Schritte gegen die Preiserhöhung unternommen und mit einer Eingabe beim Preisüberwacher den nötigen Druck gemacht. Das genügt nicht. Der Walliser Staatsrat muss aus seinem Dauerschlaf erwachen.
SP Oberwallis
Für Rückfragen steht zur Verfügung: Doris Schmidhalter-Näfen, SPO-Co-Präsidentin, Mobile 076 546 82 70