Muss das Wallis den Autoverlad selber übernehmen?
SPO Stellungnahme vom Sonntag, 16. Mai 2010
Muss das Wallis den Autoverlad selber übernehmen?
Der Lötschberg-Autoverlad der BLS ist hochrentabel. Das hat Preisüberwacher Werner Marti vor sieben Jahren festgestellt. Um ein langes Verfahren zu verhindern, handelte er damals einen Kompromiss aus und setzte so eine Preissenkung durch.
Letztes Jahr hat die BLS 1.3 Millionen Fahrzeuge verladen. Und gut 24 Millionen Franken eingenommen. Und dies bei Kosten von nicht mehr als 13 Millionen Franken. Weil aber die BLS-Bürokratie dem Autoverlad alle möglichen und unmöglichen Kosten belastet, soll die rollende Strasse neu fast ein Defizit-Geschäft sein. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass zum Beispiel der Berner Regional- und Lokalverkehr mit den Gewinnen des Autoverlads quersubventioniert wird.
Was machen die Walliser Jean-Michel Cina und Rolf Escher im BLS-Verwaltungsrat? Kennen sie die wahren Kosten? Oder lassen sie sich um den Finger wickeln?
Wir wissen es nicht. Und stellen deshalb im Grossen Rat die entsprechenden Fragen. Die SP Oberwallis macht vorsorglich auch eine kleine Eingabe beim Preisüberwacher.
Gleichzeitig fordert die SP Oberwallis die Übernahme des Autoverlads durch den Kanton Wallis. Dies erlaubt eine Steuerung der Preise und des Verkehrsaufkommens im Interesse des Kantons und seiner Wirtschaft. Wir hoffen, dass die anderen Parteien erwachen und mit der SPO am gleichen Strick ziehen.
Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)
Für Rückfragen: Beat Jost, SPO-Co-Präsident, Handy 079 658 01 69