Keine zweite schwarze Katze im Sack
Stellungnahme vom, 2. Dezember 2009
Keine zweite schwarze Katze im Sack
Es gibt in der Politik gute Verlierer und schlechte Verlierer. Urs Zenhäusern regte sich vor der Abstimmung darüber auf, dass das Volk überhaupt über das Tourismus-Gesetz abstimmt. Nach der Abstimmung teilte uns der Walliser Tourismus-Direktor übers Fernsehen mit, nur die Saaser hätten begriffen, um was es ging. Dabei haben nicht nur 166 von 167 Walliser Gemeinden nein gesagt, sondern auch drei von vier Saaser Gemeinden.
Dieses Nein des Volkes war auch eine Absage an unsere unsäglichen Tourismus-Bürokraten. Art Furrer liegt nicht ganz falsch, wenn er fordert, dass neue Profis und nicht Profiteure das Ruder in die Hand nehmen sollten.
Die Befürworter jammern, die Gegner hätten keine Konzepte. Wahr ist genau das Gegenteil: Die SP Oberwallis hat konkrete Vorschläge unterbreitet, die vom Tisch gewischt wurden.
Jetzt scheinen alle Seiten bereit zu sein, in einem ersten Schritt 10 bis 15 Millionen Kantonsgelder locker zu machen, um Promo-Wallis zu fördern. Für die SP gilt auch hier das Prinzip: Wir dürfen keine zweite Katze im Sack kaufen. Unsere Forderungen:
1. Es braucht an der Spitze von Promo-Wallis neue Leute, die erfolgreich den Tourismus voranbringen.
2. Alle Leistungsträger des Walliser Tourismus müssen neu auf die schönsten Fotos, die besten Videos, die schärfsten Webcams und die informativsten Texte gratis verwenden können. Diese müssen auf einer Datenbank zur Verfügung stehen.
3. Wallis Tourismus braucht endlich eine mehrsprachige attraktive Homepage. Diese muss von Tourismusvereinen, Bahnen, Hotels und Vermietern als eigene frei gestaltbare Homepage mit verwendet werden können.
4. Das gleiche gilt für attraktive, mehrsprachige und individualisierbare Broschüren in genügend hohen Auflagen.
5. Zentral ist ein attraktives Reservierungssystem, dass es allen Hotels und Wohnungsvermietern erlaubt, ihre Betten kostenlos im Internet zu vermarkten.
6. Die Tourismusvereine müssen entpolitisiert werden. Die Gemeinden müssen den Bürgern konkrete Tourismus-Projekte vorlegen.
Sind diese Forderungen klar genug? Wenn sie nicht erfüllt werden, machen wir nicht mit. Wenn sie erfüllt werden, können die jetzigen Kurtaxen gesenkt werden, weil neu Promo-Wallis viele Aufgaben der bisherigen Verkehrsvereine übernimmt. Und dies erst noch effizienter und kostengünstiger.
In einem zweiten Schritt können wir dann prüfen, ob das Finanzierungs-Modell Fournier sinnvoll ist oder nicht. Dieser fordert, dass der Weg über die Katastertaxen gewählt wird.
Beat Jost, Co-Präsident SP Oberwallis
Mobile 079 658 01 69