Hochbahnhof Brig: Abbruch der Übung

SPO Stellungnahme vom 23. Dezember 2009

Hochbahnhof Brig: Abbruch der Übung

Die Oberwalliser Politiker sind schwer von Begriff. Die SBB wollen den teuren Hochbahnhof nicht - weil er betrieblich nichts bringt. Im Gegenteil: Der grosszügige Bahnhof von Brig würde dem zu klein konzipierten Bahnhof Visp ähnlicher.

Wer die Differenz zwischen den beiden Bahnhöfen begreifen will, fragt am besten den Maroni-Verkäufer. Er hat seine Zelte in Visp wieder abgebrochen und verkauft seine heissen Kastanien nur noch in Brig.

Ist das Ende des Hochbahnhofs ein Nachteil für die Agglomeration Brig-Glis und Naters? Der zu früh verstorbene Denkmalschützer Walter Ruppen vertrat immer den Standpunkt, dass die roten Bähnchen auf den Bahnhofplatz und zum Briger Stadtbild gehören.

Verglichen mit einer einzigen Tramlinie verkehren - seit der Einstellung des Shuttle-Dienstes zwischen Visp und Brig - immer weniger Züge auf den Geleisen der Matterhorn-Gotthard-Bahn.

Anstatt der Vergangenheit nachzutrauen, anstatt weiterhin alles zu blockieren, braucht es jetzt planerisch eine Weichenstellung:

- Brig braucht sofort einen gedeckten, attraktiven Postbahnhof. Der heutige Zustand ist untragbar. Bestandteil dieses Postbahnhofes kann ein attraktives Verkehrsbüro werden, falls die SBB ihre Schalterhalle nicht endlich entsprechend aufpeppen. Und ein grösserer, überdachter Veloparkplatz wäre auch kein Luxus.

- Die Überbauung der Bahnhofregion muss den veränderten Verhältnissen angepasst werden. Wichtig sind entlang der Nordstrasse Lärm abweisende Bauten zwecks Aufwertung des Rhonesandes. Gemeinde und SBB müssen aus ihrem Tiefschlaf erwachen.

Im Verlaufe der letzten Jahrzehnte wurden Millionen in die Planung des Hochbahnhofes gesteckt. Hätte die Gemeinde noch ein unabhängiges Kontrollorgan, wüssten die Bürger sogar wie viel Geld genau verpulvert wurde.

Weitere Sandkastenspiele bringen nichts.

Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)

Für Rückfragen: Beat Jost, Co-Präsident der SPO, Mobile 079 658 01 69