CVP-Riklin-Therapie kostet uns 14 Millionen
SPO Stellungnahme vom 30. Mai 2010
CVP-Riklin-Therapie kostet uns 14 Millionen
Heute bezahlen die Menschen im Oberwallis pro Monat im Durchschnitt 25 Franken weniger Krankenkassenprämie als die Versicherten im Unterwallis. Das macht im Jahr eine Differenz von 300 Franken pro Person.
Die CVP - angeführt von Nationalrätin Riklin - will, dass alle Walliserinnen und Walliser gleich hohe Krankenkassenprämien zahlen. In die gleiche, falsche Richtung zielen gewisse Kreise der SP Schweiz, die im Rahmen des Initiativprojektes einer nationalen Einheitskasse kantonale Einheitsprämien durchsetzen wollen.
Die SP Oberwallis wird im Hinblick auf die definitive Verabschiedung des Initiativetextes im Herbst den Antrag stellen, dass es den Kantonen überlassen wird, ob sie eine Einheitsprämie oder regionale unterschiedliche Prämien anwenden wollen.
Denn eine kantonale Einheitsprämie wäre für uns negativ: Im Oberwallis würden die Krankenkassenprämien im Jahr um 200 Franken steigen, im Unterwallis um 100 Franken sinken.
Die Oberwallis würden jedes Jahr 14 Millionen Franken in das Unterwallis schicken, die dort in Form von mehr medizinischen Leistungen konsumiert werden. Diese Pille wollen wir nicht schlucken.
Das Oberwallis stellt zwei Nationalräte und einen Ständerat. Alle drei sitzen in der arg geschrumpften CVP-Fraktion. Viola Amherd, Roberto Schmid und René Imoberdorf sind gefordert - trotz offensichtlicher Überbelastung infolge Doppel- und Mehrfachmandaten - im Bundeshaus endlich die Interessen des Oberwallis zu verteidigen.
Sozialdemokratische Partei Oberwallis (SPO)