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Entlassungen unbedingt verhindern |
Entlassungen unbedingt verhindernOGB appelliert Vernunft und Verantwortung der Arbeitgeber
Die Profitgier in der Finanz- und Bankenwelt hat die reale Wirtschaft in die Rezession gerissen. Wie Tausende UBS-Angestellte zahlen die Lohnabhängigen überall den Preis für die gigantische Misswirtschaft. Auch im Wallis sind viele Unternehmen von massiven Auftragseinbrüchen betroffen. Vorab exportabhängige Branchen und Betrieben leiden unter der Krise. Firmen wie Alcan, Novelis, Scintilla und andere mussten Kurzarbeit einführen, der Tourismus und das Gewerbe geraten immer mehr in den Abwärtssog. Die Anzeichen mehr sich, dass es in den nächsten Monaten im Wallis zu Stellenabbau und Entlassungen im grösseren Stil kommen könnte, falls sich die wirtschaftliche Situation nicht bessert. Das würde die Krise weiter drastisch verschärfen. Der Vorstand des Oberwalliser Gewerkschaftsbundes appelliert deshalb an die Arbeitgeber, jetzt Entlassungen unter allen Umständen zu verhindern. Die Einführung Kurzarbeit ist eine sinnvolles Instrument der Arbeitslosenversicherung gegen Entlassungen. Diese Möglichkeit muss unbedingt genutzt werden. Gleichzeitig muss Staatsrat Cina als Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements die Unternehmer dazu bringen, keine Entlassungen auszusprechen, solange die auf 18 Monate verlängerte Bezugsdauer für Kurzarbeit nicht vollumfänglich ausgeschöpft ist. Hier braucht es sofort Verhandlungen des Staatsrats mit den Arbeitgebern. Nötig sind in dieser Krisen-Zeit auch eine Weiterbildungs-Offensive, mehr Lehrstellen und die Weiterbeschäftigung von Lehrabgänger/-innen. Und schliesslich verdienen die Arbeitnehmenden über 60 einen zusätzlichen Schutz vor Entlassungen. Für sie braucht es Vorpensionierungen mit anständigen Renten statt blaue Briefe. Oberwalliser Gewerkschaftsbund (OGB) Judith Venetz, Präsidentin, 079 606 42 84 |